Schlaflabor Adressen / Therapie

 

Adressen Schlaflabore 

Gesundheitszentrum Odenwaldkreis GmbH

Schlaflabor Albert-Schweitzer-Str. 10-20 64711 Erbach

Telefon: (0 60 62) 79 45 50 | Fax: (0 60 62) 79 5052 E-Mail: horst.schwinn@gz-odw.de

Internet: www.gz-odw.de

Stiftung Deutsche Klinik für Diagnostik GmbH Zentrum für Pneumologie, Schlaflabor

Aukammallee 33 65191 Wiesbaden

Telefon: (0611) 577-459 | (0611) 577-7110 E-Mail: lungenzentrum@dkd-wiesbaden.de

Internet: www.dkd-wiesbaden.de

Dr.med.Osama Abu Hassan Ambulantes Schlaflabor

Luisenstr. 18
65185 Wiesbaden

Tel.: 0611 / 900 66 414 | Fax: 0611 / 900 66 416 E-Mail: info@schlafzentrum.org
Internet: www.schlaflabor-wiesbaden.com

Kliniken des Main-Taunus-Kreises GmbH Medizinische Klinik III, Zentrum für Schlafmedizin

Lindenstr. 10
65719 Hofheim

Telefon: (06192) 98-4517 Fax: (06192) 98-4510 E.-Mail: ho-schlaflabor-sek@kliniken-mtk.de

Internet: www.kliniken.mtk.de

Universitätsmedizin Mainz Schlaflabor

Untere Zahlbacher Str. 8

55131 Mainz

Telefon: 06131 17-7381 | Fax:06131 17-5563 E-Mail: Sekretariate-pt@unimedizin-mainz.de

Internet: www. Unimedizin-mainz.de

Klinik für Pneumologie, Beatmung und Schlafmedizin

An der Goldgrube 11 | 55131 Mainz

Tel.: 06131 / 5755061

Fax: 06131 / 5755062

E-Mail : schlala@kkmainz.de

Römerwallklink / Klinik für HNO-Erkrankungen Schlaflabor
Römerwall 51-55
55131 Mainz

Telefon: (0 61 31) 2 57-9 01 | Fax: (0 61 31) 2 57-9 90 E-Mail: roemerwallklinik@t-online.de

Internet: www.roemerwallklinik.de

Schlaflabor im GPR

Klinikum Rüsselsheim

August – Bebel-Str.9

65428 Rüsselsheim

Telefon: 0651 967810

DRK-Krankenhaus Alzey

Akademisches Lehrkrankenhaus der Uni Mainz
Abteilung Innere Medizin – Schlaflabor

Kreuznacher Str. 7-9

55232 Alzey

Telefon: (0 67 31) 4 07-103 oder – 127 | Fax: (0 67 31) 4 07-286

E-Mail: schlaflabor@drk-kh-alzey.de

Internet: www.drk-kh-alzey.de

HNO-Schlaflabor St. Marienwörth

Mühlenstr. 39
55543 Bad Kreuznach

Telefon: (0671) 372-1722; 333-51 (Praxis)<| Fax: (0671) 372-1483 E-Mail: schlaflabor@io.shg-kliniken.de
Internet: www.st-marienwoerth.de

Klinikum Idar-Oberstein GmbH

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie Psychosomatik / Schlaflabor
Dr. Ottmar-Kohler-Str. 2

55743 Idar-Oberstein

Telefon: (0 67 81) 66-13 33/-15 65 Sekretariat Fax: (0 67 81) 66-1336

E-Mail: schlaflabor@io.shg-kliniken.de

Internet: www.krankenhaus-idar-oberstein.de

Therapie

Der behandelnde Arzt ist auf eine Reihe wichtiger Informationen angewiesen. Er wird die Krankengeschichte des Patienten aufnehmen und eine Fremdanamnese durch den (die) Bettpartner(in) erheben, um sich ein genaues Bild über das Schlaf-/Wachverhalten zu verschaffen. Bei Verdacht auf Schlafapnoe wird er den Patienten in der Regel zur weiteren Untersuchung in ein Schlafmedizinisches Zentrum überweisen. Schlafmedizinische Experten sind in der Lage, den Schlaf genau zu analysieren. Der Patient verbringt zur Überwachung des Schlafs ein bis zwei Nächte im Schlaflabor. Die Auswertung polysomnographischer Aufzeichnungen erlaubt es, Schlafapnoen zu diagnostizieren und die optimale Therapieform zu bestimmen.

Die Patienten werden gebeten, sich ca. eine Stunde vor der gewohnten Schlafenszeit im Schlafmedizinischen Labor einzufinden. Das medizinisch-technische Personal legt dem Patienten vor dem Schlafengehen an verschiedenen Körperstellen Sensoren zur Messung von Hirnkurven, Augenbewegungen, Muskelaktivität, Arm- und Beinbewegungen, Herz- und Atmungsfunktion und weiteren Körperfunktionen an.

Jedes Schlafmedizinische Labor verfügt über technische Systeme zur Aufzeichnung des Schlafs. Bei der Überwachung und Registrierung der nächtlichen Atmung können verschiedene technische Hilfsmittel zum Einsatz kommen, z. B. eine leichte Beatmungsmaske, die Mund- und Nasenbereich abdeckt, und Temperatursensoren zur Temperaturmessung der ein- und ausströmenden Luft. Damit lässt sich ermitteln, ob und in welchen Schlafstadien Apnoen auftreten. Um die Atmungsanstrengung zu messen, werden Gurte mit Dehnungssensoren um Brustkorb und Bauch des Patienten gelegt. Anhand von Sensoren, die am Ohrläppchen oder am Finger angelegt werden, lässt sich während jeder einzelnen Apnoephase genau ermitteln, wie weit der Sauerstoffgehalt im Blut absinkt.

In manchen Fällen ist eine zusätzliche Schläfrigkeitsuntersuchung am Tage erforderlich. Der Patient wird dann gebeten, mehrmals einen Kurzschlaf von ca. 20 Minuten im Abstand von 2 Stunden zu halten. An der Geschwindigkeit, mit der die Patienten bei dieser Methode – die als Multipler-Schlaf-Latenz- Test (MSLT) bezeichnet wird – einschlafen, lässt sich der Grad der Tagesschläfrigkeit messen, die je nach dem Schweregrad der Apnoe extrem hoch sein kann. Der Test dient zudem der differentialdiagnostischen Abgrenzung zu anderen Erkrankungen, bei denen ebenfalls Tagesschläfrigkeit auftritt, wie z. B. Narkolepsie.

Allgemeine Maßnahmen

  • Die Erlangung des Normalgewichts spielt bei Schlafapnoe eine wichtige Rolle. Ein Schlafapnoeiker mit einem Körpergewicht von 90 kg, dessen Idealgewicht bei 75 kg liegt, kann durch die Abnahme von ca. 10 kg sowohl seine nächtliche Atmung als auch seine Schlafqualität erheblich verbessern und die Tagesschläfrigkeit deutlich vermindern.
  • Alkohol sollte 2 Stunden vor dem Schlafengehen vermieden werden, da er die Atmungsaktivität hemmt und somit die Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit von Apnoen erhöht. Alkohol kann zudem bei Personen Apnoen auslösen, die sonst lediglich schnarchen würden.
  • Schlaftabletten sollten ebenfalls gemieden werden, da auch sie die Atmungsaktivität herabsetzen und die Schlafapnoe begünstigen. Wenn der Schlaf des Patienten allerdings durch extrem häufiges Erwachen stark beeinträchtigt wird, können Schlafmittel zur Verbesserung der Schlafqualität durchaus sinnvoll sein. Hierzu sollte jedoch stets ein Arzt befragt werden.
  • Medikamente sollten nur mit äußerster Vorsicht eingenommen werden. So können sich z. B. verschreibungspflichtige Medikamente gegen Kopfschmerzen und Angstzustände auf Schlaf und Atmung negativ auswirken.

Es empfiehlt sich grundsätzlich, auf der Seite zu schlafen. In manchen Fällen tritt Schlafapnoe nur auf, wenn die Betroffenen in der Rückenlage schlafen. Wenn die Umgewöhnung auf eine andere Körperlage schwerfällt, kann man sich verschiedener Tricks bedienen. Ein im Rücken plaziertes Kopfkissen oder ein auf dem Rückenteil des Schlafanzugs angenähter Tennisball können verhindern, dass man unbeabsichtigt in die gewohnte Lage zurückfällt.

Da Medikamente gegen Verstopfung der Nase sowohl Schnarchen als auch Apnoen reduzieren können, ist ihr Einsatz in manchen Fällen sehr sinnvoll.
Alle diese allgemeinen Maßnahmen steigern die Schlafqualität in jedem Fall, auch bei gesunden Menschen. Sie können in günstigen Fällen helfen, das Ausmaß einer Schlafapnoe zu vermindern. In sehr seltenen Fällen, und nur wenn das Schnarchen oder die Schlafapnoe nicht sehr ausgeprägt war, kann dieses durch Gewichtsabnahme und allgemeine Maßnahmen verschwinden. In den allermeisten Fällen reichen die allgemeinen Maßnahmen nicht aus und spezielle Therapieverfahren werden erforderlich.

CPAP- Therapie

Die kontinuierliche positive Überdruckbeatmung der CPAP-Therapie (continuous positive airway pressure) stellt die effektivste Behandlungsmethode des Schlafapnoe-Syndroms dar. Dabei werden die Patienten über eine individuell angepasst Nasenmaske mit Raumluft beatmet, wobei ein kontinuierlicher positiver Druck den Atemwegen zugeführt wird. Durch den Beatmungsdruck werden die Atemwege offengehalten, so dass sich Schlaf und Atmung wieder normalisieren. Die Beatmung mit dem CPAP-Gerät ist eine physikalische Maßnahme und sie muss daher jede Nacht eingesetzt werden. Die Lebensqualität der behandelten Patienten steigt enorm an, da sie am Tag wieder wach sind, auch bei monotonen Tätigkeiten nicht einschlafen und sich beim morgendlichen Aufwachen wieder ausgeschlafen und erholt fühlen. Die CPAP-Therapie wird vorwiegend zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe eingesetzt. Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass diese Therapie auch in vielen Fällen der zentralen Schlafapnoe erfolgreich sein kann. Ca. 70% der Patienten, die mit der CPAP-Methode behandelt werden, kommen mit dem Therapieverfahren gut zurecht. Die übrigen Patienten lehnen diese Behandlungsmethode dagegen ab, weil das Gerät im Gebrauch als zu lästig empfunden wird. Jede Nacht muss mit einer, wenn auch gut angepassten, Nasenmaske verbracht werden. Dies ist immer problematisch, weil kein anderes Therapieverfahren genauso effektiv ist.

Aufbißschienen

Manchen Patienten kann mit individuell angepassten Aufbissschienen für Ober- und Unterkiefer geholfen werden. Mit diesem technischen Hilfsmittel werden die Atemwege offen gehalten, indem Kiefer, Zunge und weicher Gaumen leicht nach vorne verlagert werden. Die Schienen sind oft recht teuer und wirken nur teilweise. Es findet sich bei der Hälfte der Patienten eine Abnahme der Anzahl der Apnoen um 50 %. Bei anderen Patienten nützen die Schienen nichts. Leider lässt sich nicht vorhersagen, bei wem sie helfen. Dies muss individuell ermittelt werden. Wenn die Schienen nicht oder nur teilweise helfen, bleibt auch der positive Effekt auf die Tagesschläfrigkeit und damit auf die Lebensqualität aus.

Chirurgische Korrekturen

Physische Anomalien, die die Atmung im Schlaf ungünstig beeinflussen, können in manchen Fällen operativ korrigiert werden. Dazu zählen beispielsweise vergrößerte Mandeln und Polypen, die vor allem bei Kindern häufig vorkommen, sowie Missbildungen des Kiefers und weichen Gaumens und eine für die Atmung ungünstig verlaufende Nasenscheidewand.

Ein operatives Verfahren zur Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe stellt die Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP) dar. Dabei wird Fett- und Bindegewebe im Rachenbereich entfernt, das die Atemwege im Schlaf behindern könnte. Wie verschiedene Studien belegen, liegt die Erfolgsrate dieser Operationstechnik bei ca. 50%. In der Forschung konzentriert man sich derzeit auf die Frage, unter welchen Bedingungen Patienten mit dieser Methode erfolgreich geholfen werden kann. Leider hat in den letzten 15 Jahren keine Studie klären können, bei wem die Operation hilft. Bei Patienten, bei denen sie nicht hilft, bleiben alle Folgen der Schlafapnoe, wie Tagesschläfrigkeit und Bluthochdruck, bestehen. Einige Patienten beklagen sich nach der Operation über Nebenwirkungen, wie z. B. eine nasale Sprache oder das Rückströmen von Flüssigkeiten in die Nase beim Schlucken und Trinken. In diesen Fällen ist die Lebensqualität erheblich eingeschränkt.

Bei schweren lebensbedrohlichen Schlafapnoe-Syndromen wird gelegentlich die Tracheotomie (Luftröhrenschnitt) eingesetzt, mit der sich die Schlafapnoe-Symptomatik beseitigen lässt. Bei diesem Verfahren wird die Luftröhre aufgeschnitten. Durch die Öffnung wird ein Schlauch eingeführt, der im Wachzustand geschlossen bleibt, so dass der Patient normal sprechen und über die oberen Luftwege atmen kann. Vor dem Schlafen wird der Schlauch dagegen geöffnet, so dass der zugeführte Luftstrom den Verschluss der Atemwege überwinden und dadurch Luft direkt in die Lungen fließen kann. Bei diesem Therapieverfahren handelt es sich um die allerletzte Notfallmaßnahme. Sie wird extrem selten eingesetzt. Diese Maßnahme führt zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität, auch wenn am Tage das Tracheotoma unauffällig sein kann.

Sauerstoff

Die Sauerstoffbehandlung wird in der Therapie der Schlafapnoe selten allein eingesetzt, sondern kommt in Kombination mit anderen Verfahren zur Anwendung. Sauerstoff kann z. B. über die CPAP-Behandlung zugeführt werden, wenn etwa der Sauerstoffgehalt aufgrund von zusätzlichen Herz- und Lungenerkrankungen zu niedrig ist. In jedem Fall ist bei einer Sauerstofftherapie ein Schlauchsystem oder eine Nasenmaske erforderlich. Damit ist die Beeinträchtigung der Lebensqualität ähnlich wie bei der CPAP-Therapie.

Medikation

In der Regel profitieren Schlafapnoeiker nur in geringem Maße von einer medikamentösen Behandlung. Ein wirklich gegen das Schnarchen oder die Schlafapnoe wirksames Medikament wurde noch nicht gefunden. Allerdings lassen sich bei leichten Schlafapnoe-Syndromen durch einige Medikamente Verbesserungen erzielen. Medikamente werden auch eingesetzt, um begleitende Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck oder verbleibende Schläfrigkeit zu behandeln. Bei allen medikamentösen Therapien ist auf Nebenwirkungen zu achten, die die Lebensqualität einschränken können. Hier ist ein genaues Abwägen der Vor- und Nachteile durch den Arzt erforderlich.

Quellenangabe
Der Text wurde aus dem Amerikanischen übersetzt und unter Berücksichtigung der schlafmedizinischen Praxis in Deutschland redaktionell überarbeitet. Die Originalvorlage entstammt der Broschüre:  „Positive Airway Pressure Therapy for Sleep Apnea“. American Sleep Disorders Association Rochester, MN, USA, Copyright 1997.

aus der Website der Schlafapnoe SHG Bergstrasse